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7 Wochenend-Ausflüge ab Wien, die du wahrscheinlich noch nicht kennst

  • samusimonfoti
  • 27. März
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. März

Wachau, erledigt. Semmering, erledigt. Samstag in der Therme Wien, Becken geteilt mit 400 Fremden, auch erledigt. Alles nett. Aber auch das, was alle machen.

Hier sind 7 Alternativen unter 2 Stunden von Wien, teils über die ungarische Grenze, teils im südlichen Burgenland. Orte, die die meisten Wiener noch nicht auf dem Radar haben.


1. Kőszeg (1 Std. 20 Min.)

Eine mittelalterliche Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern, die eigentlich so berühmt sein müsste wie Český Krumlov. Ist sie aber nicht. Der Hauptplatz hat bemalte Barockfassaden, eine Burg aus dem 13. Jahrhundert (Jurisics-Burg, allein der Innenhof lohnt sich für 45 Minuten), und an einem Dienstagvormittag hast du den Platz praktisch für dich.

Das eigentliche Highlight liegt dahinter: das Kőszeger Gebirge. Der Geschriebenstein (Írottkő) ist mit 884 Metern der höchste Punkt der Region. Die Wanderung ab der Stadt dauert rund 3 Stunden durch Tannenwald. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Balaton. Nimm Wasser mit, unterwegs gibt es nichts.

Die Weine hier sind gut. Kékfrankos (Blaufränkisch) ist die lokale Rebsorte. Die Keller an der alten Stadtmauer lohnen sich, besonders wenn du es zur Weinlese-Zeit schaffst. Einen vollständigen Überblick über Sehenswürdigkeiten in Kőszeg findest du in unserem separaten Guide.

Anreise: A2 Richtung Süden, Ausfahrt Wiener Neustadt, dann Route 54 über Sopron.


2. Rust und der Neusiedlersee (1 Std.)

Die kürzeste Fahrt auf dieser Liste. Rust ist eine winzige Freistadt (2.000 Einwohner) am Westufer des Neusiedlersees. Bekannt für Störche, die im Frühjahr und Sommer auf den Kaminen nisten, und für den süßen Ruster Ausbruch.

Der See ist Europas westlichster Steppensee und selten tiefer als 2 Meter. Du kannst ein Segelboot mieten, die 130-km-Runde um den See radeln (oder nur eine Seite), oder in einem Heurigen bei Blaufränkisch sitzen, bis die Sonne untergeht.

Am besten im Mai oder September. Im Juli wird es voll.


3. Sopron (1 Std. 15 Min.)

Die ungarische Stadt, die beinahe österreichisch geworden wäre, sich aber in der Volksabstimmung 1921 für Ungarn entschied. Sopron hat eine intakte mittelalterliche Altstadt, einen Feuerturm, den du besteigen kannst, und einige der besterhaltenen Römerruinen Westungarns.

Die Weingegend ist unterschätzt. Die Lővér-Hügel oberhalb der Stadt haben markierte Wanderwege durch Kastanienwälder, und du startest direkt aus dem Zentrum.

Weniger herausgeputzt als Kőszeg, dafür echter. Das macht den Reiz aus.


4. Bernstein und die Burgenländischen Burgen (1 Std. 30 Min.)

Burg Bernstein ist eine Festung aus dem 13. Jahrhundert, in der du tatsächlich übernachten kannst (seit den 1950ern ein Gasthaus). Selbst ohne Übernachtung lohnt sich die Fahrt durch das südliche Burgenland. Hügellandschaft, kein Verkehr, ab und zu eine Burgruine auf einem Hügel.

Kombinieren lässt sich das mit Burg Lockenhaus (ca. 13 km von Kőszeg, auf der österreichischen Seite). Dort gibt es Mittelalter-Führungen und ein ordentliches Burgrestaurant.


5. Die Alpokalja (Alpenvorland) (1 Std. 40 Min.)

Hier endet das Alpenvorland und die ungarische Tiefebene beginnt. Dörfer mit 200 bis 500 Einwohnern, Weinberge, markierte Wander- und Radwege, und eine Ruhe, die man in Österreich kaum noch findet.

Cák, Velem und Bozsok heißen die Dörfer, nach denen du suchen solltest. Keine Resortinfrastruktur, keine Wellnesshotels. Steinhäuser, Gärten und Wege in bewaldete Hügel, die bis nach Österreich reichen.

Wenn du wandern willst, ohne anderen Wanderern zu begegnen: hier bist du richtig.


6. Bad Tatzmannsdorf (1 Std. 20 Min.)

Ein klassischer Kurort, der neben Loipersdorf und Bad Waltersdorf in Vergessenheit geraten ist. Die Mineralquellen werden seit dem 17. Jahrhundert genutzt. Ruhiger, günstiger und weniger Resortcharakter als die großen Anlagen.

Gut für: einen Tag lang nichts tun. Weniger gut für: Wasserrutschen und Kinderunterhaltung.


7. Bükfürdő (1 Std. 30 Min.)

Einer der größten Thermalbadkomplexe Ungarns, direkt hinter der Grenze. 34 Becken, Heilwasser, und der Eintritt kostet ungefähr die Hälfte von dem, was du in einer österreichischen Therme zahlst (ca. 6.500 HUF, rund €16, gegenüber €30+ in Österreich).

Nicht glamourös. Die Ausstattung ist funktional, nicht Designhotel-schick. Aber das Wasser ist wirklich therapeutisch, die Außenbecken sind riesig, und unter der Woche hast du Platz zum Schwimmen.

Lässt sich mit Kőszeg kombinieren (20 Minuten entfernt), für ein ganzes Wochenende.


Praktische Tipps

Grenzübergang: Ungarn ist im Schengen-Raum. Keine Passkontrolle, kein Warten. Du merkst kaum, dass du die Grenze überquert hast.

Währung: Ungarn zahlt mit Forint, nicht mit Euro. Karten werden fast überall akzeptiert, aber in kleinen Dörfern hilft etwas Bargeld. Aktueller Kurs: ca. 400 HUF = €1.

Tanken: Benzin ist in Ungarn günstiger. Tank nach dem Grenzübertritt voll.

Sprache: In touristischen Gebieten werden Deutsch und Englisch verstanden. In kleinen Dörfern weniger. Lern "köszönöm" (danke) und "sör" (Bier), damit kommst du durch.

Wann hin? Frühling (April-Mai) für Wildblumen und leere Wanderwege. September-Oktober für Weinfeste, warme Tage und goldenes Licht. August meiden, wenn du Hitze nicht magst.


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Wir betreiben ein kleines Gästehaus in der Alpokalja (Nr. 5 auf dieser Liste), im Dorf Cák. Klingt ein langes Wochenende gut? Unser Reset-Paket bietet 3 Nächte für €498 pro Paar, inklusive Therme, Weinverkostung und Sonnenaufgangswanderung. Lieber kürzer? Das Weekender-Paket gibt es ab €299 für 2 Nächte.

 
 
 

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